Mission Zukunft

Deutsche Plasser Polen

Unsere Betriebsstätte in Polen entwickelt sich unter dem Motto „Mission Zukunft“ sehr erfreulich. Aufbauend auf dem jahrzehntelangen Erfolg von Plasser & Theurer am polnischen Markt und der Arbeit vieler talentierter Menschen baut unser polnisches Team sein Angebot weiter aus.

Team erweitert

Um dies zu erreichen, wurde das Team in Polen auf 16 Personen erweitert, von denen allein neun im Service tätig sind. Sie stammen aus den verschiedensten Branchen und unterschiedlichen Unternehmen. Dadurch bringen sie einen reichen Erfahrungsschatz in unser Team ein, der ganz neue Synergien schafft.

Wir reagieren damit auf einen polnischen Markt, der sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Dies liegt nicht zuletzt an großen Investitionen der öffentlichen Hand in den Ausbau und die Verbesserung der Eisenbahn-Infrastruktur in Polen.

Neues Büro

Um für das neue Team  genügend Platz zu schaffen und  künftig über eine größere Werkstatt- und Lagerfläche zu verfügen, wurde im Sommer 2019 ein neues Büro bezogen.

Gleich vorweg, an der Adresse ändert sich nichts. Das neue Büro befindet sich im selben Gebäude wie das bisherige, bietet aber rund doppelt so viel Platz. Durch die gewonnene Fläche finden alle Mitarbeiter/-innen beste Arbeitsbedingungen vor und gibt es vor allem mehr Platz für den Kundenservice.

Werkstattfläche verdoppelt

Die Werkstattfläche wurde verdoppelt. Dort stehen jetzt mehr als 120 m2 für Servicearbeiten zur Verfügung. Zudem wurde für die Servicetechniker ein eigenes Büro eingerichtet, sodass diese ihre Einsätze optimal vor- und nachbereiten können.

In den neuen Räumlichkeiten findet auch die Anfang 2019 eingerichtete Elektro-Werkstatt ein neues Zuhause. Hier können nunmehr direkt vor Ort elektronische Komponenten wie z.B. Geber und Pendel für Kunden in Polen gewartet und ggf. repariert werden. Weil diese Komponenten nicht mehr nach Deutschland geschickt werden müssen, können Zeit und Kosten zum Nutzen der Kunden gespart werden.

ISO 9001 in Polen

Darüber hinaus wurde in unserem polnischen Büro im Sommer 2019 ein ISO 9001-Audit durchgeführt. Die Prüfung verlief erfolgreich und so wurde unsere dortige Betriebsstätte im September nach ISO 9001 zertifiziert.

Die Vorbereitungen auf das Audit begannen bereits zu Jahresbeginn. In enger Abstimmung mit der Abteilung für Qualitätsmanagement in München bereitete sich die Deutsche Plasser Polen intensiv auf die Zertifizierung vor.

So konnte auf die langjährigen Erfahrungen aus München zurückgegriffen werden und die Abläufe in Polen noch effizienter gestaltet werden. Darüber hinaus erfolgte durch die Definition der Abläufe eine klare Trennung von standardisierten und nicht standardisierten Prozessen. Diese Klarheit ermöglicht letztlich eine größere Flexibilität im Tagesgeschäft.

Schwingungsmessungen in Polen

Einen weiteren Beitrag zur Weiterentwicklung des Systems Schottergleis leisten Schwingungsmessungen zum Vergleich der Wirkungsweise eines DGS 62N und eines Unimat 09-4x4/4S Dynamic, die in Zusammenarbeit mit Politechnika Wrocławska (TU Wrocław) durchgeführt wurden. Die Versuche fanden am 31. Juli und 1. August 2019 in Pilawa statt. Zum Einsatz kamen Maschinen der Firma Budimex, die zuvor mit den notwendigen Sensoren ausgestatten worden waren.

Das Projekt wurde durch einen „Innovationsgutschein“ des Regionalprogramms des Europäischen Fonds und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Im Rahmen dieser Messungen sollten die Arbeitsleistungen eines DGS 62N mit Doppelaggregat und eines Unimat 09-4x4/4S Dynamic mit einem Singleaggregat verglichen werden.

Die Messungen sollten dabei Rückschlüsse auf zwei Themenbereiche ermöglichen:

  • Ein Vergleich der Leistungsfähigkeit der beiden Maschinen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Frequenzen
  • Eine Überprüfung, ob durch Maschinen ein solches Maß an Gleisstabilität erreicht werden kann, um eine Freigabe für Überfahrten mit mehr als 100 km/h zu erhalten

Zur Ermittlung der erforderlichen Daten wurde die Wirksamkeit mittels 3D-Beschleunigungssensoren gemessen und die Werte im Anschluss verglichen und analysiert.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind äußerst erfreulich. Die Messdaten zeigen, dass sowohl der DGS 62N als auch der Unimat 09-4x4/4S Dynamic eine Gleisstabilität erreichen, die Überfahrtsgeschwindigkeiten von Zügen mit mehr als 100 km/h ermöglicht.

Darüber hinaus zeigen die Messdaten, dass vor dem Stabilisieren Messfahrten unter Einsatz eines DRP durchgeführt werden sollten. Mittels der so gewonnenen Daten kann sichergestellt werden, dass das Gleis in bestmöglicher Form gestopft und ein Höchstmaß an Stabilisierung erreicht werden kann.