Der Reiz der Optimierung

Seit Mitte November 2019 ist Thomas Ruland Werksleiter unseres Instandhaltungswerkes in Leverkusen-Opladen. Wir wollten ihn besser kennenlernen und haben uns mit ihm getroffen, um über seine ersten Eindrücke, Pläne und Ziele zu sprechen.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Gespräch genommen haben. Sie sind seit vergangenem November Werksleiter in Opladen. Wie gefällt Ihnen die neue Aufgabe und welche Erfahrungen haben Sie in den ersten Monaten gesammelt?

Die Aufgabe gefällt mir sehr gut und auch die ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Ich bringe viel Erfahrung aus dem Bereich der Prozessoptimierung und der Organisationsgestaltung mit. Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. An erster Stelle ist die Einführung einer Projektorganisation zu nennen. Bei uns ist nunmehr jede Maschine als eigenes Projekt definiert, für das es auch jeweils einen Projektverantwortlichen gibt. Je nach Umfang und Anforderung eines Projektes stellen wir dann entsprechende Teams zusammen. Diese Änderung wurde von Mitarbeitern wie auch Kunden sehr positiv angenommen und zeigt schon erste Erfolge. Wir erleben durch diese Maßnahme eine ganz neue Dynamik in unseren Abläufen.

Das bedeutet auch mehr Verantwortung für die einzelnen Mitarbeiter, insbesondere den Projektverantwortlichen.

Ja, natürlich. Ich empfinde das als sehr positiv und motivierend für alle Mitglieder eines Teams. Sie alle arbeiten gemeinsam an der Zielerreichung und sind somit auch gemeinsam für den Erfolg verantwortlich. Das ist überhaupt ein Gedanke, der mir sehr wichtig ist: das „Recht auf Erfolg“. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin soll nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern auch für den Erfolg gewürdigt werden.

Das klingt sehr wertschätzend. Konnten Sie darüber hinaus noch andere Impulse geben?

Es ist mir generell sehr wichtig, die Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen und zu fördern. So haben wir einen Mitarbeiter, der für die Themen Arbeitssicherheit sowie Abfall- und Umweltmanagement verantwortlich ist. Ein anderer wird sich um die Aus- und Weiterbildung, sowohl für unsere Azubis als auch für die übrige Belegschaft kümmern. Er ist erster Ansprechpartner bei Fortbildungswünschen und erarbeitet in Abstimmung mit der Werksleitung auch individuelle Fortbildungsprogramme; alle mit dem Ziel, noch besser im Sinne unserer Kunden aufgestellt zu sein und diese noch besser betreuen zu können.

Dieser Mitarbeiter hat aber noch eine weitere wichtige Aufgabe, oder?

Auf jeden Fall! Er ist für die Zusammenstellung unseres Serviceteams verantwortlich, insbesondere auch bei kurzfristigen Anforderungen. So können wir sehr flexibel reagieren und uns rasch auf unterschiedlichste Anforderungen seitens der Kunden einstellen. Dieser Punkt war mir besonders wichtig: so rasch wie möglich ein kompetentes und erfahrenes Team einsatzbereit zu haben, damit die Maschinen möglichst schnell wieder einsatzbereit sind.

Was sind ihre Ziele als Werksleiter?

Ich möchte den „Service aus erster Hand“, für den die Deutsche Plasser steht, an unserem Standort in Leverkusen-Opladen gewährleisten. Dazu müssen wir sicherstellen, dass wir das benötigte Know-how verfügbar haben. Hier bringt das Team des Instandhaltungswerkes ausgezeichnete Voraussetzungen mit – meine Aufgabe ist es nun, das vorhandene Potenzial noch besser zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Wie möchten Sie das erreichen?

Durch eine sinnvolle Spezialisierung in einzelnen Bereichen. Wir sind mit unseren Mitarbeitern sehr breit aufgestellt. Sie bringen sehr viel Kompetenz und Erfahrung mit, die sehr wertvoll für uns und unsere Kunden sind. Ich möchte künftig aber sehr bewusst einzelne Spezialisierungen ausbauen und fördern, damit wir noch schlagkräftiger und vielseitiger werden. Daher war es mir auch wichtig, den angesprochenen Ansprechpartner für Fortbildungen als neue Funktion einzuführen und mit entsprechenden Kompetenzen auszustatten.

Sie arbeiten in Ihrer neuen Position eng mit Sven Peters zusammen, dem technischen Leiter des Instandhaltungswerkes. Wie funktioniert diese Zusammenarbeit?

Sehr positiv. Natürlich müssen wir uns noch finden und als Führungsteam zusammenwachsen, aber wir sind da auf einem sehr guten Weg. Herr Peters kümmert sich um alle technischen Fragen und ist damit sowohl in der Angebots- als auch in der Umsetzungsphase in engem Austausch mit den Kollegen in München wie auch mit mir. Darüber hinaus steht er den Projektverantwortlichen bei allfälligen technischen Fragen beratend zur Seite. Ich kümmere mich um das „Administrative“, d.h. ich stelle sicher, dass für ein Projekt das richtige Personal in ausreichender Zahl verfügbar ist, die Abläufe reibungslos funktionieren und die Zeit- und Kostenvorgaben eingehalten werden.

Zum Werk selber: wie sieht die Auslastung in diesem Jahr aus und mit welchen Arbeitsschwerpunkten rechnen Sie für heuer?

Momentan haben wir ein volles Haus, was mich natürlich sehr freut, umso mehr als es sehr interessante Projekte sind. Ein großer Schwerpunkt ist heuer Retrofit, da sehen wir einen ganz klaren Trend in diese Richtung. Der Kunde lässt eine schon im Gebrauch befindliche Maschine modernisieren und in ihrem Funktionsumfang erweitern; und das alles zu Kosten, die deutlich unter dem Anschaffungspreis einer neuen Maschine liegen. Und deutlich schneller geht es außerdem! Für solche Projekte sind wir hier in Leverkusen-Opladen ideal aufgestellt und der Zuspruch unserer Kunden bestätigt uns in dieser Einschätzung.

Wie sieht die Planung für den kommenden Winter aus?

Da sind wir mittendrin und werden auch hier unsere Abläufe weiter optimieren, um noch rascher und mit noch höherer Qualität als bisher für unsere Kunden da sein zu können. Die ersten Kundengespräche zur Abstimmung für den Winter werden schon geführt; ich möchte aber unsere Kunden einladen, unseren Vertrieb anzusprechen, damit wir gemeinsam prüfen können, wie wir im kommenden Winter am besten für sie da sein können.

Das waren viele interessante und spannende Punkte, die sehr vielversprechend klingen. Wir möchten aber auch gerne, den Menschen hinter der Funktion kennenlernen. Welche Stationen haben Sie vor der Deutschen Plasser durchlaufen?

Ich habe eine kaufmännische Ausbildung absolviert und war danach Werksleiter bei einem Maschinenbauer für die pharmazeutische Industrie. Danach habe ich Positionen im Projektmanagement übernommen und war Niederlassungsleiter in den USA. Später war ich dann als Consulter für Prozess- und Produktionsoptimierung tätig. Darüber hinaus habe ich erfolgreich in Deutschland, den USA und Kanada studiert und den Titel eines Executive Master of Business Administration (EMBA) erworben.

Ideale Voraussetzungen für Ihre neue Position in Leverkusen-Opladen! Was hat sie an der Deutschen Plasser gereizt, warum wollten Sie hier arbeiten?

Mich hat vor allem die Vielseitigkeit der Aufgabe angesprochen und der „Reiz der Optimierung“. Ich schätze „gewachsene Unternehmen“ wie die Deutsche Plasser, gerade auch im Kontext eines technischen Weltmarktführers wie Plasser & Theurer. Jedes noch so gut organisierte Unternehmen und jedes gut funktionierende Werk hat dennoch Potenzial, weiter optimiert zu werden; und hier möchte ich mich im Instandhaltungswerk der Deutschen Plasser engagieren und mit meinem Wissen und meiner Erfahrung einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und dem Nutzen unserer Kunden leisten. Da denke ich durchaus auch in größeren Zusammenhängen: für mich ist der Gleisbau ein Markt der Zukunft, da ich den Schienenverkehr als den Verkehrsbereich der Zukunft sehe, gerade wenn wir an den Schutz der Umwelt und Nachhaltigkeit denken. Ich möchte ein Teil dieser Entwicklung sein und einen positiven Beitrag dazu leisten.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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